Wie du glücklich wirst und die Welt besser

Warum du deinem inneren Weltverbesserer zuhören solltest.

Deinem inneren Schweinehund bist du wahrscheinlich schon mal begegnet. (Natürlich nur ganz selten und nicht beim Arbeiten, Aufräumen oder Aufstehen!) Aber kennst du auch deinen inneren Weltverbesserer? Das ist die Stimme in dir, die immer etwas Gutes tun möchte. Hast du die schon einmal wahrgenommen? Was will sie?

Vielleicht kennst du diese Sätze mit „eigentlich“. „Eigentlich finde ich ganz andere Sachen wichtig.” „Eigentlich läuft es ja gerade schon ganz gut.” Eigentlich sind wir wohl ganz zufrieden. Aber uneigentlich? Uneigentlich kann jeder von uns etwas tun, damit es dieses “eigentlich” nicht mehr geben muss. Die Stimme, die uns dabei hilft, ist der innere Weltverbesserer.

Eine Anleitung in 3 Schritten.

Ich möchte dir dabei helfen, herauszufinden was dein innerer Weltverbesserer möchte, welche Spielräume du in deinem Leben hast und wie du am Ball bleibst, wenn du deine Mission gefunden hast. Das tue ich, weil ich davon überzeugt bin, dass Veränderung nur möglich ist, wenn alle ein Stück Verantwortung übernehmen. Damit wir nicht nur reden, sondern auch machen. Wenn wir alle unsere Spielräume nutzen und uns mit dem einsetzen, was wir am besten können – dann entsteht Veränderung. Gleichzeitig ist dieser Text auch ein Plädoyer dafür, dass es völlig okay ist, mit der Frage anzufangen: Was macht dich zufrieden? Wenn du Diese Frage wirklich ehrlich beantworten willst, brauchst du dafür deinen inneren Weltverbesserer.

Schritt 1: Finde heraus, was dein innerer Weltverbesserer will.

Was will er denn nun dieser innere Weltverbesserer? Natürlich, dass du etwas sinnvolles machst! Soweit so gut. Aber wie findest du heraus, was das für dich ist? Methoden dafür gibt es zum Glück viele. Der Erfolg hängt von deinem Commitment ab. Wenn du dir vorgenommen hast im nächsten Jahr zufriedener zu werden, findest du hier ein paar Ideen. Oft hilft zum Beispiel ein Blick zurück: Was hast du schon gemacht, das dich wirklich glücklich und zufrieden gemacht hat? Oder lerne von deinen Freunden. Was ist ihnen wichtig, wenn sie sich z.B. für oder gegen einen Job entschieden haben? Auch im Vergleich kannst du erkennen, was für dich wichtig ist. Du kannst dich auch fragen, welche Themen immer wieder deine Aufmerksamkeit fesseln. Vielleicht kommst du am Ende auf drei, vier Aspekte, die für dich von besonderer Bedeutung sind. Stell dir diese Aspekte oder Kriterien als eine Art Kompass vor. Den wirst du immer wieder brauchen. Für die meisten von uns ist das Leben nicht linear. Wir sind immer wieder in Umbruchsituationen, treffen Entscheidungen – da ist so ein Kompass wirklich Gold wert.

Schritt 2: Entdecke Deine Spielräume.

Jetzt hast du deinen inneren Weltverbesserer schon mal auf laut gedreht. Das kann zunächst sogar unangenehm sein. Sich einzugestehen, dass man es eigentlich nicht vor sich selbst vertreten kann, z.B. Lobbyarbeit für Finanzdienstleister zu machen ist nicht schön. Zumindest solange die Alternative fehlt. Was also nun? Zu Beginn habe ich von Spielräumen gesprochen, die du finden und nutzen kannst. Einen Spielraum in deinem Leben gibt es immer dann, wenn du vor Entscheidung stehst. Welchen Weg willst du gehen? Jede Entscheidung, die du triffst, hat eine Auswirkung auf die Welt. Zumindest ist mir bislang nichts eingefallen, das einfach gar keine Auswirkungen hat. Egal wo du stehst: Schon dort kannst du viel bewegen.

Der Anspruch ein Weltverbesserer zu sein, bedeutet auch, sich mit dem „das ist halt so“ auseinanderzusetzen. Woher kommen z.B. die Rohstoffe für die Produkte, die du kaufst oder die deine Firma herstellt? Wie werden die Leute bezahlt, die euer Büro sauber machen? Dies sind zwei Aspekte deines Alltags. Bist du damit zufrieden? Stehst du dahinter? Was wäre eine Alternative, damit du dich wohl fühlst? Weltverbesserung kann ganz klein anfangen.

Gutes tun geht in jedem Beruf. Du machst Marketing? Gute Ideen, brauchen gute Vermarktung. Du kannst Webdesign? Gute Initiativen brauchen dich, um ihre Ziele zu erreichen. Du warst bisher Unternehmensberater? Deine Kontakte können wertvolle Unterstützung bieten. Manchmal dauert es eine Weile, bist du die richtige Chance für dich findest, nimm dir diese Zeit.

Zwischenfrage: Bist Du ein potentieller Weltverbesserer oder ein aktiver Weltverbesserer?

Für mich lassen sich die Menschen in zwei Gruppen einteilen: potentielle Weltverbesserer und aktive Weltverbesserer. Den inneren Weltverbesserer hat erstmal jeder. Der Unterschied ist, wieviel du ihm zuhörst und Dinge umsetzt. Aktive Weltverbesserer erkennst du daran, dass sie voll hinter dem stehen, was sie tun. Egal, ob das innerhalb bezahlter Stunden ist oder in ihrer freien Zeit. Das sind die Menschen, die dir begeistert von dem erzählen, was sie machen. Die beim Blick in den Spiegel denken: Es ist wirklich gut, dass ich mein Leben so gestalte. Ein aktiver Weltverbesserer kann jeder sein, der sich dafür entscheidet. Vielleicht bist du auch schon ein aktiver Weltverbesserer?

Schritt 3 (für aktive Weltverbesserer): Bleib dran!

Auch aktive Weltverbesserer stehen vor Herausforderungen. Wenn es einfach wäre, die Welt zu verändern, hätten es ja andere schon gemacht. Wie kannst du am Ball bleiben? Drei Sachen sind wichtig. Erstens, sei stolz auf dich! Du hast den ersten Schritt geschafft und gehst deinen eigenen Weg. Die Welt zu verbessern bedeutet Dinge zu hinterfragen und neu oder anders zu machen. Natürlich gibt es da Widerstand. Das kann also sogar ein gutes Zeichen sein. Zweitens, behalte Dein Ziel im Blick! Falls du noch keinen inneren Kompass hast (Schritt 1), frage dich: Was ist das, was wirklich wichtig ist? Welche alternativen Wege kannst du gehen? Wer kann dich unterstützen? Und drittens, dreh den inneren Weltverbesserer auch mal auf leise. Der innere Weltverbesserer ist manchmal wie ein kleines Kind. Es möchte gerne alles gleich und sofort haben. Bleib entspannt, nur so kannst du dich lange für deine Mission engagieren. Nimm dir Zeit für dich und dein privates Umfeld. Je ausgeglichener du bist, umso eher wirst du auch andere inspirieren, dir zu folgen oder dich zu unterstützen.

Fazit: Sei gut zu dir, dann bist du gut zur Welt.

Ist das nun alles ein Luxusproblem? Sind wir als „Gen Y“ alle selbstverliebte Träumer? Ganz im Gegenteil! Wer sich vornimmt seinem inneren Weltverbesserer besser zuzuhören braucht viel Mut. Auch für Weltverbesserer ist das Leben kein Ponyhof. Hier fällt nichts vom Himmel. Weder der Sinn deines Lebens, noch deine Chance, um irgendwas besser zu machen. Ein aktiver Weltverbesserer zu werden ist auch Arbeit. Aber: Ein Weltverbesserer zu sein, heißt auch besser zu sich selbst zu sein. Weil wir Menschen zufrieden sind, wenn wir etwas Positives bewirken. Wenn du deinem inneren Weltverbesserer gut zuhörst, wird das nächste Jahr bestimmt der Hammer!

Diesen Artikel habe ich zunächst hier veröffentlicht.