Perfekte Geschenke: Diese 3 Fehler solltest du vermeiden

Ständig gibt es Anlässe für Geschenke: Geburtstage, Jahrestage, Feiertage, … Für die meisten von uns sind Geschenke stressig. Last-minute kaufen wir verzweifelt irgendwas. Das Ergebnis: Weder wir noch die Beschenkten sind wirklich glücklich. Dabei sind alle genannten Anlässe eine wunderbare Chance: Nicht für sinnlosen Konsum, sondern für Geschenke, die unsere Beziehungen stärken und uns näher zusammenbringen. Hier erfährst du, welche drei Fehler du vermeiden solltest.

Fehler Nummer 1: Stress.

Das perfekte Geschenk zu finden ist stressig. Das wird uns überall eingeredet und so fühlen wir uns auch, während wir immer verzweifelter werden, je näher Tag X rückt. Am Ende kaufen wir etwas besonders Teures um uns gut zu fühlen. Oder wir kaufen etwas Personalisiertes, damit es wirklich ein ganz persönliches Geschenk ist. Beides ist nicht besonders kreativ – und auch nicht sehr persönlich. Ein gutes Geschenk zu finden hat viel mit Kreativität und Empathie zu tun. Diese beiden Fähigkeiten haben etwas gemeinsam: Wir können beides besonders gut, wenn wir entspannt sind.

Wenn du also Geschenke finden möchtest, die glücklich machen, dann nimm dir Zeit. Nicht um verzweifelt zu googeln, sondern um erstmal durchzuatmen. Schritt eins ist, dafür zu sorgen, dass du entspannt bist. Schritt zwei ist, dir für die Menschen Zeit zu nehmen, denen du etwas schenken möchtest. Rufe sie an, verabrede dich, sprich mit gemeinsamen Bekannten. Finde heraus, was die Person gerade beschäftigt, wobei sie Unterstützung gebrauchen kann, was sie gerade Neues für sich entdeckt hat. Und dann vertrau dir selbst, dass du eine gute Idee haben wirst.

Fehler Nummer 2: Egal was, Hauptsache schenken.

Das meiste Unglück beim Schenken entsteht dadurch, dass der oder die Beschenkte das Geschenk falsch versteht. Woran liegt das? Geschenke sind Kommunikation. Es geht nicht nur darum, irgendetwas zu schenken. Wir verstehen Geschenke als einen Hinweis auf die Beziehung, die wir zueinander haben. Und tatsächlich können gute Geschenke eine Einladung sein, eine Beziehung zu vertiefen oder auf eine andere Ebene zu heben. Wer das Vier-Ohren-Modell der Kommunikation von Schulz-von-Thun kennt, weiß, dass jede Botschaft vier Seiten hat.

  • Sachverhalt: Schenken oder nicht schenken, das ist hier die Frage.
  • Beziehung: Wie sehe ich meine Beziehung zu der oder dem Beschenkten? Welche Rolle hat er oder sie in meinem Leben?
  • Selbstoffenbarung: Was gebe ich durch das Geschenk von mir preis?
  • Appell: Was wünsche ich mir, dass die oder der Beschenkte tut?

Ein gutes Geschenk sagt nicht nur „ich wollte dir etwas schenken“, ein gutes Geschenk sagt auch „du bist mir wichtig, ich kenne dich“. Was heißt das für das Geschenke-Shopping? Dass es manchmal ehrlicher ist, nichts zu schenken. Oder gemeinsame Zeit zu verschenken, um wieder mehr über den anderen zu wissen. In jedem Fall lohnt es sich, kritische Geschenke (bei denen du dir unsicher bist, wie sie ankommen) zu erklären. Vielleicht ist der ehrliche „Beipackzettel“ am Ende das wertvollere Geschenk als das gekaufte und hübsch verpackte Paket.

Fehler Nummer 3: Geschenke müssen den Beschenkten gefallen.

Vor lauter Geschenkoptimierung wollen wir oft etwas erreichen, was nicht geht. Wir wünschen uns eine Garantie, dass unser Geschenk den anderen mit hundertprozentiger Sicherheit glücklich machen wird. Das gibt es nicht. Auch mit viel Zeit und Aufmerksamkeit (siehe Schritt 1 und 2), kann es sein, dass wir mit unseren Geschenken falsch liegen. Zum Glück gibt es eine Strategie für Personen, bei denen du dir nicht sicher bist, worüber sie sich würden: Schenke etwas, was dir selbst gut gefällt.

Wie gesagt, Geschenke sind eine Möglichkeit um Beziehungen zu stärken. Und Beziehungen wachsen, wenn wir mehr voneinander wissen. Was hat dir in letzter Zeit gut getan? Welcher Film hat dich sehr berührt, welches Buch dein Leben auf den Kopf gestellt, welches Event, welche Sportart dich glücklich gemacht? Was ist zurzeit dein Lieblingsessen, wo verbringst du gerne deine Zeit? Wenn du bereit bist tatsächlich etwas von dir preis zu geben, dann ist auch diese Form des Schenkens sehr berührend für die Beschenkten.

Fazit: Kein Mensch braucht ein perfektes Geschenk.

Ich glaube nicht, dass ein gutes Geschenk viel Geld kosten muss (oder überhaupt Geld kosten muss). Ich glaube auch nicht, dass Geschenke immer perfekt sein müssen. Das wertvolle am Schenken ist die Zeit, die wir in unsere Beziehungen investieren. Wann sonst nehmen wir uns die Zeit nachzudenken, welche Menschen uns wichtig sind und warum. Wann sonst schenken wir ihnen so viel Aufmerksamkeit. In diesem Sinne sind gute Geschenke auch nachhaltiger als perfekte Geschenke. Es geht nicht darum für irgendetwas Geld auszugeben. Es geht darum da zu sein und einander zuzuhören.

Also, gönne dir mit gutem Gewissen Zeit zum Durchatmen und für Begegnungen.
Du bist das Geschenk.