Work-Life-Planning. Wie du 2019 alles in Einklang bringst.

Wenn du, wie ich, gerne alles Wichtige im Leben miteinander in Einklang bringen möchtest, ist diese Anleitung für dich geschrieben. Unser Privatleben und unser Beruf sind zwei Hälften eines Kreislaufs, die sich gegenseitig beeinflussen. Nur wenn beides erfüllt ist, läuft unser Leben wirklich rund. Wenn es auf der Arbeit gut läuft, sind wir auch privat zufrieden. Wenn wir mal unzufrieden sind im Job, fehlt uns oft auch Energie im Privaten, für Freundschaften, Sport und Erholung. Und umgekehrt. Idealerweise entsteht daraus eine Aufwärtsspirale und kein Teufelskreis.

Du bist gegen die gedankliche Trennung von Arbeitszeit und Freizeit? Ich nicht. In diesem Artikel erklären ich, warum wir arbeitsfreie Räume brauchen.

Entscheidungen sind Steine, die Wellen schlagen.

Im Alltag denken wir meistens linear. Wenn ich das mache, dann passiert das. Das ist an sich gut, wir berücksichtigen die Konsequenzen unserer Entscheidungen. Allerdings laufen wir dabei Gefahr, nicht alle Auswirkungen im Blick zu haben. Wenn wir große Entscheidungen treffen, dann gibt es meistens nicht nur eine Konsequenz, sondern zahlreiche, die zum Teil komplex miteinander verbunden sind. Große Entscheidungen sind also eher wie Steine, die Wellen schlagen, wenn wir sie ins Wasser werfen.

Wir leben nicht zwei Leben, sondern nur eins.

Manchmal tun wir so, als könnten wir beruflich etwas verändern ohne, dass es Auswirkungen auf unser Privatleben hat. Das stimmt natürlich nicht. Wenn sich zum Beispiel jemand dafür entscheidet, einen spannenden Job mit tollen Projekten und Kunden in ganz Deutschland anzutreten, bedeutet das wahrscheinlich auch mehr zu reisen. Viele Reisen wiederum bedeuten weniger Zeit zu Hause. Weniger Zeit zu Hause bedeutet, dass man die Zeit für Freunde, Partnerschaft und Hobbies neu aufteilen muss. Das alles hat wiederum Auswirkungen. Wer weniger Sport macht, hat möglicherweise dadurch weniger Energie und fühlt sich im Job schneller erschöpft. Sich diese möglichen Konsequenzen zu vergegenwärtigen, nennt man im Coaching „Auswirkungsbewusstsein“.

Klarheit ist die Grundlage für eine Aufwärtsspirale.

Das Beispiel oben zeigt einen (relativ häufigen) Teufelskreis. Um dem zu entkommen, braucht es Klarheit. Was brauchst du, damit es dir gut geht? Im Job? Privat? Der Jahreswechsel ist ein guter Zeitpunkt, um diese Klarheit zu schaffen. Also drucke dir die Vorlage aus, organisiere dir etwas Papier, eine Mindmap, ein Whiteboard oder etwas anderes, womit du gut arbeiten kannst.

Wer weiterkommen möchte, muss wissen, wo er steht.

Bevor du loslegst mit der Planung für 2019, nimm dir zuerst einen Moment Zeit, um zu überlegen, was 2018 alles passiert ist. Vielleicht willst du deine fünf Highlights und Lowlights aufschreiben oder ein Glückskurve für das Jahr malen. Vielleicht magst du dem Jahr auch eine Überschrift geben: Was war 2018 besonders prägend?

Vom Ende her anfangen.

Steven R. Covey empfiehlt in seinem Klassiker „Seven habits of highly effective people“, immer vom Ende her zu denken. Also, beame dich gedanklich 12 Monate voraus in den Dezember 2019. Angenommen, 2019 läuft alles so wunderbar wie nur möglich, wie sieht dein Leben Ende des Jahres aus? Wo und wie lebst du? Welchen Menschen begegnest du in deinem Alltag? Wie verbringst du deinen Tag? Mit welchem Gefühl wachst du morgens auf? Gib dir selbst die Chance, ein wenig zu träumen. Das richtet keinen Schaden an – versprochen.

Was ist 2019 wirklich wichtig?

Fange dann an, Ideen aufzuschreiben. Vielleicht willst du konkrete Ziele formulieren, wie „den Absprung aus dem alten Job schaffen“, vielleicht geht es auch um neue Verhaltensmuster „weniger Hektik, mehr Gelassenheit“. Es können aber auch unspezifische Wünsche sein wie „innere Freude“, oder „angekommen sein“. Entscheide dich, welche Seite der Vorlage dein Privatleben darstellt, welche dein Berufsleben und gestalte sie so, wie sie für dich passt, z. B. indem du mit verschiedenen Farben arbeitest. Es gibt kein richtig oder falsch.

Prüfe die Auswirkungen, damit alles passt.

Wenn dir erstmal nichts Weiteres einfällt, schau nochmal neu auf deine Gedanken. Überlege für die einzelnen Punkte, was sie konkret bedeuten könnten. Was heißt zum Beispiel „mehr Sport“? Hast du eine genaue Stundenanzahl im Sinn? Woran würdest du erkennen, dass du „genügend“ Sport gemacht hast?

Dann kommt der wichtigste Schritt: die Auswirkungen prüfen. Was beeinflusst sich gegenseitig? Was hat Auswirkungen auf andere Ziele? Wie kannst du alles in Einklang bringen? Was brauchst du dafür?

Sei ehrlich mit dir selbst.

Zum Beispiel können sich der Absprung aus dem alten Job und eine lange Reise ganz wunderbar ergänzen – wenn es dir leicht fällt,  trotz Unsicherheit zuversichtlich zu bleiben. Wenn du mehr Sicherheit brauchst, benötigst du vielleicht einen größeren finanziellen Puffer und peilst den Absprung eher für das Ende des Jahres an.

Lass dich wohlwollend hinterfragen.

Wenn du das Gefühl hast, deiner Planung erstmal nichts hinzufügen zu können, suche dir einen Sparringspartner. Es ist egal, wie gut die Person dich kennt. Es könnte auch jemand sein, den du gerade erst kennengelernt hast. Bitte die Person, dir zuzuhören und mitzudenken. Was ist schon klar? Was ist noch ungenau? Was könnte noch konkreter formuliert sein? Was kannst du tun, um die einzelnen Punkte zu erreichen?

Gib dem Jahr 2019 eine Überschrift.

Wofür sollen die kommenden 12 Monate stehen? Was ist dein Motto? Angenommen, jemand schreibt deine Biografie, welche Überschrift würde das Kapitel 2019 haben?

Bei mir ist es: Angekommen im guten Leben & ready to rock.

Danke, dass du bereit bist, die offensichtlichen Wege zu verlassen! Die Welt braucht dich.

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