Wie gesellschaftliche Veränderung funktioniert

Wie gesellschaftliche Veränderung funktioniert

Dir ist bewusst, dass es nicht reicht, Bioprodukte zu kaufen, um den Klimawandel zu stoppen. Du weißt, dass globale Gerechtigkeit nicht allein dadurch entsteht, dass dein T-Shirt ein Fairtrade-Label hat. Du befürchtest, dass alles, was du tun kannst, ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.

Das System muss sich verändern.

Du wünschst dir, dass sich das System verändert. Unsere Gesellschaft, der Kapitalismus, die ganze Welt soll besser werden. Aber wie? Und wie kannst du einen Beitrag dazu leisten?

Wir stoßen an unsere Grenzen.

Fakt ist: Unsere Art zu leben stößt an vielen Stellen an ihre Grenzen. Das sind einerseits natürliche Grenzen, also Erderwärmung, Artensterben, Anstieg der Meeresspiegel etc. Andererseits sind es moralische Grenzen. Wir wissen, dass unser Lebensstandard in großem Maße darauf beruht, dass an anderen Orten Menschen unter unwürdigen Bedingungen arbeiten. Wir wissen auch, dass wir uns in Europa eingeigelt haben, wie in einer Festung. Das alles ist dir schmerzlich bewusst.

Wir wissen noch nicht, wohin die Reise geht.

Wir wissen also recht genau, was gerade schief läuft. Wir wissen aber nicht genau, wie es anders sein könnte. Meine Vermutung: Das wird so bleiben. Wir werden mit Nachdenken alleine keine neuen Lösungen finden. Alternative Lebensformen entstehen durch ausprobieren, reflektieren, scheitern und wieder versuchen. Kann man Ziele erreichen, die man noch nicht kennt? Ja. Wenn man eine grobe Richtung hat – und den Mut, sich auf den Weg zu machen.

Es gibt viele Beispiele, die uns den Weg weisen.

Bestimmt kennst du bereits einige Beispiele, die zeigen, dass andere Formen des Lebens und Arbeitens möglich sind. Es sind Alternativen, die nicht auf Ausbeutung setzen, sondern auf Verantwortung, Vertrauen und Solidarität. Dazu gehören zum Beispiel Transition Towns, Solidarische Landwirtschaft, das Netzwerk Oekonomischer Wandel, Entrepreneurs for Future, „grüne“ Banken, Unternehmen, die sich selbst gehören, das enorm Magazin, das Mietshäuser Syndikat und unzählige mehr.

Was diese Beispiele verbindet, ist, dass sie andere Formen des Zusammenlebens erfahrbar machen. Sie erzählen neue Geschichten. Und sie zeigen uns, wo unser aktuelles System hakt. Was wir grundsätzlich verändern müssen. Wir können von und mit diesen Experimenten lernen.

Wie gesellschaftliche Veränderung funktioniert
„Moin&Machen“ Event von Changestarters Hamburg.

Gesellschaft ist nicht naturgegeben. Deine Entscheidungen zählen.

Was uns diese Experimente auch zeigen, ist, dass unser Gesellschaftssystem nicht naturgegeben ist. Alles könnte anders sein. Auch hinter „Akteuren“ wir Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft stecken Menschen. Keine Veränderung funktioniert ohne ganz konkrete Menschen, die sich auf den Weg machen. Es sind viele große Fragen, die sich uns als Gesellschaft aktuell stellen. Wir haben genug gewünscht und gedacht, was eigentlich alles anders sein sollte. Jetzt geht es darum zu handeln. Wir können nicht auf ein, zwei starke Held*innen warten. Wir brauchen alles Wissen, alle Perspektiven und alle Fähigkeiten. Wir brauchen dich!

Es ist egal wo du anfängst, Hauptsache du legst los – und bleibst dran.

Dieses „einfach mal machen“ kann viele Formen haben. Es kann bedeuten etwas Neues ins Leben zu rufen oder sich bestehenden Initiativen anzuschließen. Wir brauchen noch mehr Pionier*innen, die mit anderen Formen des Arbeitens und Lebens experimentieren. Wir brauchen Unternehmerinnen, die Wirtschaft jetzt schon anders gestalten. Wir brauchen Wissenschaftler*innen, die diese Experimente begleiten und einen theoretischen Rahmen dazu schaffen. Wir brauchen Intrapreneure, die in Konzernen für Irritation und Impulse sorgen. Wir brauchen Lehrer*innen, die die großen Fragen verständlich aufbereiten. Wir brauchen Politiker*innen, die auch unbequeme Wahrheiten aussprechen und für eine zukunftsfähige Politik eintreten. Und vor allem brauchen wir Menschen, die sich über ihre jeweilige Bubble hinweg austauschen und vernetzen.

What if we all just do, what feels truly right to us?

Die Welt braucht dich.

Es geht mir nicht darum alle Last auf das Individuum abzuwälzen. Du musst die Welt nicht alleine retten, aber du kannst einen Beitrag dazu leisten.

Das erfordert auch eine Portion Mut. Mut, die bekannten Wege zu verlassen. Mut, unbequeme Fragen zu stellen. Mut, nach neuen Lösungen zu suchen. Mut, dich zu zeigen, mit allem, was du kannst und was dir wichtig ist.

Wenn du Unterstützung brauchst, melde dich für ein Coaching.

Gemeinsam können wir ganz in Ruhe für Klarheit und Struktur sorgen. Damit du Schritt für Schritt die Welt ein Stück besser machst – und mit dir und deinem Beitrag zufrieden bist.

Infos zum Coaching

Fotos: Nico Scagliarini